Dreharbeiten

Der Aussendreh

Für die Morgenszene, traf sich das Team um 6 Uhr früh, obwohl bis tief in die Nacht gearbeitet wurde. Bereits an den Vortagen beobachteten wir den Sonnenstand, damit wir für diese Aufnahmen die richtigen Lichtwinkel nutzen konnten. Allerdings machte uns das benachbarte Haus Probleme, da es einen erkennbaren Schatten auf unsere Szene warf, weswegen wir eine Position abwarten mussten, in der das Haus nicht mehr zu erkennen war.

Die benachbarten Kühe störten von Zeit zu Zeit die Tonaufnahmen - das Melken wurde (aufgrund der Geräusche der Melkmaschine) verschoben.

Tage zuvor musste Katharina Bigus das Holzhacken lernen. Der Bisitzer des Kernstockhauses und Volkskundler Hermann Kaser schulte sie ein.

Was sonst noch geschah ...

Script und Continuity

Im Vorfeld wird jede Szene in ihre Einstellungen zerlegt und eine möglichst ökonomische Disposition erstellt. Dafür ist sehr viel Papier notwendig. Vieles wird nicht chronologisch gedreht, um Wege, Zeit und Personal zu sparen. Die Herausforderung der Continuity besteht darin, die Dinge soweit im Blick zu behalten, daß Frisuren, Kostüme und Requisiten konstant bleiben. Die Schauspieler müssen beobachtet werden, damit die einzeln gedrehten Einstellungen im Schnitt zusammenpassen.

Das Script zählt eigentlich schon zur Postproduktion. Jede Szene, jeder Take wird eingetragen und Kommentare des Regiesseurs oder der Crew festgehalten. Bei der Schnittvorbereitung kann bereits sehr viel Material ausgesondert werden. Nur noch die als "gut" bewerteten Takes werden gesichtet.

Kamera

Mario "Mary O." Hengster führte in Nicht vom Brot allein die Handkamera. Wie bereits bei Kohle auf Papier griffen wir auf die Mini35 Technik zurück. Sie ermöglicht Techniken, die sonst nur auf teuren 35 mm Filmkameras möglich sind, mit günstigerem Videoequipment einzusetzen. Der Blendenverlust, der sich durch die größeren optischen Wege summiert, muß mit hoher Lichtleistung ausgeglichen werden und zwingt zum sauberen Arbeiten. Durch den Einsatz lichtstärkerer Festbrennweiten muß von Einstellung zu Einstellung fast immer die Optik gewechselt werden.

Das optische System muß sehr genau eingemessen werden.
Häufiger Optikwechsel aufgrund der Verwendung von Festbrennweiten.
Das Rig mußte für die Handkameraverwendung adaptiert werden.

Drehschluss