family secrets

Marty wird von seiner Phantasie übermannt. Er redet sich ein, alles sei im grünen Bereich, dabei sieht der junge Bürohengst längst schon rot. Ein Film wie wildes Graffiti.

16:9, 13min, Farbe, stereo, Austrofilm 2009.


Plot/Synopsis

"family secrets" taucht in das geistige Innenleben des Protagonisten Marty (Andreas Kurz) ein, einem langweiligen Bürohengst, der, seines eintönigen Lebens überdrüssig,  sich in sexuelle Phantasien flüchtet, die er durch Filmausschnitte aus Youtube nährt. Die Phantasien werden jedoch nie ausgelebt. Und im Grunde sieht Marty, der immer davon spricht, dass alles im grünen Bereich sei, längst rot. Seine Haushaltshilfe (Karoline Fischer) und eine Skaterin am Donaukanal (Johanna Ulreich) werden zu den Projektionsflächen seiner Vorstellung.

Nach "Nicht vom Brot allein", einem ruhigen und streng erzählten Kurzfilm in schwarzweiß und ohne Musik, ist es nun das exakte Gegenteil, das das junge Austrofilm-Team auszuprobieren reizt: Ein schneller, frecher, bunter, lauter Film, der mit Zitaten aus Film, Fernsehen und Werbung spielt.

Mario Hengster (Kamera), Kerstin Sandler (Script/Continuity) und Andreas Kurz (Regie, Marty) waren das Kernteam beim Dreh. Sie wurden unterstützt von Magdalena Bauer (Assistenz) und Dominik Fraueneder (Praktikant), von Karoline Fischer und Johanna Ulreich sowie von zahlreichen Statisten. Es wurde improvisiert, ausprobiert. Im Schnittraum (Robert Breber) werden die Filmteilchen zu einem Ganzen zusammengepuzzelt und Andreas Haidecker (Gitarre, electronics) liefert den Soundtrack.